Mein bisher größtes Projekt

Viele Blogbeiträge beginnen gerade mit solchen Sätzen wie: “ Es lässt sich nicht mehr leugnen, der Herbst ist da“, so oder so ähnlich könnte ich den Wechsel von der Sommerbekleidung zu wärmeren Dingen, die ich euch hier zeige auch betiteln. Denn ich habe noch einiges aus dem Sommer nicht verbloggt, meist, weil ich nicht zum Fotos machen kam. Doch das heutige Projekt leitet zum ersten den Herbst ein und zum zweiten konnte ich einfach nicht abwarten es zu präsentieren, denn ich bin megastolz.

Alles begann damit, dass ich bei Liebedinge sah, dass sie sich eine Softshelljacke aus Prüllas Schnitt „Jerika“ nähte. Ich sah die Jacke und es war Liebe auf den ersten Blick. Eigentlich bin ich eher zurückhaltend, was Stoffe kaufen anbelangt, doch hier hat es keinen Tag gedauert, bis ich den Entschluss fasste, dass ich diese Jacke nachnähen musste, so haben Ihre Bilder bei mir eingeschlagen.

Ja, eine Jacke nähen… puh! Der Stoff war schnell bestellt, über 2 Wochen suchte ich mir Accessoires und passendes Material zusammen und dann sollte es losgehen, bevor die Zeit der Übergangsjacken vorbei ist. „Augen zu und durch“ war das Motto bei diesem Kleidungsstück, ich werde das schon schaffen. Und ja, das habe ich auch!

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Und ich bin wirklich angetan von dem Ergebnis, auch wenn ich dabei über manches Schönheitsmakel hinwegsehen muss, doch es ist nunmal selbst gemacht (und man sieht es nicht auf den ersten Blick)! Besonders toll finde ich, dass ich mir hier ein Kleidungsstück genäht habe, welches im Alltag wirklich oft zum Tragen kommt, denn eine Jacke kann man auch jeden Tag ausführen, ohne dass man schräg angeschaut wird.

Das erste Mal Ausführen der Jacke war für mich tatsächlich etwas ganz besonderes, aufregend und voller Freude zugleich, ich habe mich wirklich selbst glücklich gemacht und danke Liebedinge für die Inspiration, sowie Prülla für ihren tollen Schnitt!

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An die Nähanleitung musste ich mich ein wenig gewöhnen, da diese nicht von A nach B den Jackenzusammenschnitt zeigt, sondern eher im Baukastenprinzip aufgebaut ist. Aber nach mehrmaligem Lesen, Konzentration und dem ein oder anderen Youtube-Video habe ich auch das hinbekommen. Besonders empfehlen kann ich hier das Video von farbenmix, welches genau zeigt, wie einfach und hübsch sich ein Reißverschluss einnähen lässt.

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Folgende Änderungen zum Original-Schnitt habe ich vorgenommen:

• Kragen aus Bündchenstoff hinzugefügt

• Verstecktes Armbündchen ergänzt

• Die lange Version der Jacke um 5 cm gekürzt

• Reißverschluss mit Webband verkleidet

• Paspeln vernäht

Besonders stolz bin ich auch auf diese kleinen Details, für die ich mir endlich einmal Zeit genommen habe. Zum einen habe ich einen Schmuckanhänger auf Snap-Pap appliziert und als Hingucker am Jackenärmel aufgenäht. Auch die Kapuze hat einen etwas unscheinbareren Anker als Extra bekommen. Außerdem habe ich die Nähte von beiden Seiten mit passendem Garn abgesteppt, was die Jacke auch nochmal lebendiger werden lässt. Außerdem mag ich das ausgestanzte Glückskleeblatt am Kragen.

Den Praxistest hat sie bereits bestanden und Wind und Regen gestrotzt. Zudem hält sie schön warm und wird für mich der perfekte, geliebte Partner in der Übergangszeit.

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Sich Dinge zutrauen und einfach machen, die Belohnung dafür ist riesig!

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Nähzeit ohne Zuschnitt: ca. 9 Stunden.
Reiner Preis der „Zutaten“: ca. 70 Euro

Stoff: nano-Softshell von swafing z.B. hier

Schnitt: Jerika von Prülla

Verlinkt: RUMS / Applikationen / Webbandliebe

15 Kommentare zu „Mein bisher größtes Projekt

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  1. Jetzt hab ich noch eine Frage : hast du einen wasserabweisenden Reißverschluss genommen? Oder einen normalen? Ich hatte mich eigentlich entschieden, einen Aquaguard Profile zu nehmen (da der Nanotex ja bis auf die Nähte wasserdicht ist), da ist die Länge und die Farbvielfalt aber sehr begrenzt… bin gespannt, was du genommen hast.
    Danke nochmal für eine Antwort! Liebe Grüße!

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    1. Habe einen ganz normalen Reißverschluss genommen. Solltest du in einen wasserabweisenden investieren, bestünde vielleicht auch die Überlegung, einen Beleg hinter den Reißverschluss zu basteln, damit kein Wind durchpfeifen kann.

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  2. Ja die schöne Jacke von Liebedinge… Im Moment ist bei mir ein Jacken-Projekt einfach nicht drin zeitlich, sonst hätte ich vermutlich genauso wie du reagiert 🙂 deine Jacke ist jedenfalls wirklich toll geworden! Gut, dass du dich getraut hast! Deine Details gefallen mir sehr gut und die Jacke sowieso 🙂

    Liebe Grüße
    Metti

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    1. Ohhh, vielen Dank für Deinen lieben Kommentar! Meistens fehlt auch die Zeit oder es ist irgendwas anderes, ich habe zum ersten Mal so reagiert, es aber keine Sekunde bereut – manchmal muss man einfach machen 😉

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  3. Hey, wahnsinnig hübsche und gut gelungene Jacke 😃👍🏻!! Finde vor allem die Details schön. Jetzt gibt’s keine Ausrede mehr, der Schnitt ist auch bei mir endlich fällig 😏. Viele Grüße, Angela

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  4. Hi, tolle Jacke! Darf ich fragen, welche Größe du genäht hast? Hast du dich an die Maßtabelle gehalten? Ich plane auch eine Softshell Jerika und hab jetzt oft gelesen, dass sie eher groß ausfällt… Über einr Antwort würde ich mich sehr freuen!
    Viele Grüße!

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    1. Hi! Klaro darfst du fragen, hab ich bei den Änderungen auch ganz vergessen. Ich habe an den Schultern eher eine 40 genäht und bin zur Taille eher zur 38 übergangen, so wie ich meinen Körper einschätze und bin damit ganz gut gefahren. Es ist so ein Zwischending zwischen 38 und 40. Soll ja auch noch ein Pulli drunter passen, das darf man beim Nähen nicht vergessen. Habe mich aber schon an der Maßtabelle orientiert. Viel Erfolg bei deiner Version!!

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