Bücherliste Mai

[Werbung durch Produktnennungen und Affiliate-Links. Teilweise wurden mir die Bücher kostenlos zur Rezension zur Verfügung gestellt, was meine freie, ehrliche Meinung jedoch nicht beeinträchtigt.]

Eva Dignös / Katja Schnitzler – Das Faultier bewegt sich wie Opa

Inhalt:

Witzig, weise und oft nur allzu wahr sind die Kindersprüche, die Leserinnen und Leser der Süddeutschen Zeitung gesammelt haben. Die SZ-Autorinnen Eva Dignös und Katja Schnitzler haben für dieses Buch die schönsten Zitate ausgewählt – und mit Experten darüber gesprochen, wie Kinder ihre Welt wahrnehmen, weshalb Fantasiefreunde so wichtig sind und wie man als Erwachsener Kinderfragen beantwortet, wenn man selbst nicht mehr weiter weiß …  Ein Buch für jeden, der Kinder hat, bekommt oder kennt. Das ideale Geschenk für junge Eltern und Großeltern.

Mein Eindruck:

Herrlich diese Kinderlein! Es gibt ja mehrere Bücher über lustige Sprüche, die aus den Mündern der Kleinen kommen. Ob bekannte Worte verdreht, altbekannte Zitate neu interpretiert oder Gedankengänge seziert werden, es ist einfach immer wieder herrlich und man kann kaum genug davon bekommen. So auch in diesem Roman, der die Sprüche thematisch zusammenfasst und einzelne Themen am Ende der Kapitel mit Interviews oder Tipps und Tricks noch weiter ausführt. Ich habe mich herrlich unterhalten gefühlt, musste das ein oder andere mal herzlich lachen und hatte viel Freude mit dem Buch. Wenn ihr nicht werdet wie die Kinderlein… einfach schön, diesen Einblick in deren Köpfe und Gefühle zu erhalten.

Matthew McConaughey – Greenlights

Inhalt:

„Greenlights“ – so nennt Matthew McConaughey seine rauen, bewegenden, temperamentvollen Geschichten. In der Tat, er fährt auf einer „grünen Welle“ durchs Leben, als habe er immer „freie Fahrt“, auch wenn die nicht immer in die richtige Richtung geht. Er erzählt vom Auf und Ab, von Erwartungen und Enttäuschungen und einem entspannten Umgang damit – und liefert damit zugleich eine kluge, warmherzige Blaupause für ein erfülltes Leben in den heutigen turbulenten Zeiten.

Mein Eindruck:

Was kann der Kerl denn noch alles? Ich liebe ihn ja schon als Schauspieler und gebe zu, dass das auch der Zugang für mich zu diesem Buch war. Ob er auch „in Wirklichkeit“ so sympathisch ist? Wie ist wohl seine Gescichte? Ich habe eine Biografie erwartet und ein Handbuch fürs Leben erhalten. McConaughey hat Jahre seines Lebens Notizen, Anekdoten und Gedichte aufgeschrieben, die er zum einen für dieses Buch gesammelt und zum anderen mit weiteren Anekdoten und über seine Abenteuer, Fehltritte und Glaubenssätze gespieckt zu dieser philosophischen Liebeserklärug an das Leben zusammengefasst hat. Was für ein toller Kerl, der hier wirklich weitaus mehr bietet, als das übliche Einerlei. So klug geschrieben, so herrlich ehrlich und wertvoll, dass mein Buch nach dem Auslesen gespickt war mit Markierungen und Merkzetteln. Unbedingt empfehlens- und lesenswert. Matthew McConaughey hat das Leben verstanden und lässt uns mit diesem wundervollen Ratgeber daran teilhaben. Das alles aber nie langweilig, sondern immer so geschrieben, dass es eine Freude war durch die Seiten zu fliegen. Dabei konnte sich das Auge an dem ein oder anderen privaten Schnappschuss ausruhen, um direkt weiter zu lesen. Danke dafür!

Sophie Passmann – Komplett Gänsehaut

Inhalt:

Bloß nicht so werden, wie alle anderen um sich herum. Bloß nicht so werden, wie man schon längst ist. Bloß schnell Erwachsen werden, um in die transzendentale Form des Verklärens eintauchen zu dürfen, die Jugend als „die beste Zeit des Lebens“ zu feiern. Sophie Passmann teilt aus gegen alle, am verheerendsten aber gegen sich selbst und ihresgleichen. Dies ist kein Memoir, kein Roman, keine Biographie, es ist: literarischer Selbsthass. Das finden Sie anmaßend? Genau das ist es und genau das will Sophie Passmann: sich anmaßen, das zu tun, was sie tun möchte. Komplett Gänsehaut einfach.

Mein Eindruck:

Was ist das denn bitte für ein großartiges Buch? Ich musste andauernd dabei zustimmend nicken, lachen, die Absurditäten des Alltags erkennen und belächeln. Die Autorin bringt unser Leben so schön richtig schön auf die Spitze. Beleuchtet es von allen Seiten und stellt so einige Eigenarten ohne Anklage in Frage. Und das auf eine so schöne Art, dass ich immer weiter hätte lesen können. Klare Empfehlung und alle Daumen hoch! Wirklich amüsant, aber eben auch erschreckend ehrlich!

Herbert Hitschler – Luftgitarrengott

Inhalt:

Egal was Bastian Berger auch probiert, als Luftgitarrengott in Charlys heruntergekommener Kneipe, als Ghostwriter für den biestigen Superstar Lucy Hill oder als Juror einer kultigen Grufti-Kids-Castingshow – seine Versuche, doch noch selbst als Rockmusiker die Bühnen der Welt zu erobern, enden regelmäßig in mittelschweren Katastrophen. Bastian läuft die Zeit davon, doch plötzlich scheint sich das Blatt zu wenden, denn er lernt unerwartet den hippen Gangsta-Rapper Ice-Man kennen. Aber was will der nur mit »Weiße Rosen aus Athen«?

Mein Eindruck:

Leider war das mal wieder ein Buch, bei dem ich dachte „Wann bin ich denn nun endlich durch“. Und das meine ich gar nicht mal nur negativ. Die Geschichte des Protagonisten und seiner Familie ist wirklich toll, auch die Idee das Buch in seine Lebensjahrzehnte zu gliedern, hat mir unheimlich gut gefallen. Welche Hauptfigur darf man schon 90 Jahre im Buch begleiten? Trotzdem habe ich, gerade im mittleren Teil ein wenig die Geduld verloren. Vielleicht hätten es auch ein paar Seiten weniger getan. Ich empfand es stellenweise als sehr langatmig. Hin und wieder war mir die Hauptfigur auch zu naiv und dümmlich, ihn hätte man gerne mal geschüttelt. Dabei aber trotzdem unheimlich sympathisch, dagegen kann ich nichts sagen. Doch auch der Schreibstil war mir leider zu „einfach“. Bin immer mal wieder über Sätze gestolpert, anstatt im Lesefluss zu bleiben. So ganz warm wurde ich damit nicht, jedoch schon mit der Geschichte an sich, weshalb es noch ein Bonussternchen von mir oben drauf gibt.

Susann Pásztor – Die Geschichte von Kat und Easy

Inhalt:

Vom Leben, wie es hätte sein können
1973 wird ihr Jahr. Das schwört Kat ihrer Freundin Easy in der Silvesternacht. In den folgenden Monaten können sie viel von dem abhaken, was auf ihrer Liste steht. Sich zu verlieben, zum Beispiel. Unglücklicherweise in denselben Mann: Fripp arbeitet im Jugendzentrum, trägt Flanellhemden und kennt sich mit Hesse aus. Doch es ist nicht etwa die Eifersucht, die ihrer Freundschaft bald darauf ein jähes Ende setzt, sondern ein tragischer Unfall. Fast 50 Jahre später erhält Kat eine Nachricht von Easy. In einem alten Haus an der Südküste Kretas treffen sie sich wieder und nehmen zwischen ausschweifenden Festen mit griechischen Nachbarn und rauschhaften Nächten am Strand das große Stück Leben in den Blick, das hinter ihnen liegt.

Mein Eindruck:

Im Buch begleiten wir die Protagonistinnen Kat und Easy in ihrer heißesten Phase als Teenager, aber auch 46 Jahre später als Frauen, die auf ihre Jugend zurückblicken. Dei beiden Handlungsstränge wechseln sich kapitelweise ab, sodass wir immer mehr erfahren, was die Freundinnen zu dem gemacht hat, was sie heute sind und welche Lügen, Geheimnisse und Geschehnisse nie ausgesprochen wurden. Wir finden uns in all den Unsicherheiten der Mädels wieder, beobachten ihre Entwicklung und sehen, was passiert, wenn man nicht miteinander redet und welche Auswirkungen kleine Lügen haben können. Die Gefühlswelt der Teenager ist geprägt von Feiern, Männer, Unsicherheiten und dem Alltag, wie man ihn selbst noch von früher kennt. Jahre später, die Freudnschaft ist längst eingeschalfen – kommt es erst zur Aussprache zwischen den Frauen, welche längst überfällig war. Ein kurzweiliges Lesevergnügen über Freundschaft und verspätete Offenheit.

James Bailey – Du kannst kein Zufall sein

Inhalt:

Josh hat alles erreicht: Er hat eine tolle Freundin, einen Job, eine Wohnung in London und ein Kaninchen. Doch als er in der Silvesternacht im berühmten Riesenrad London Eye seiner Freundin einen Antrag macht, verliert er mit einem Schlag alles. Denn sie sagt nicht nur nein, sie setzt ihn auch gleich noch vor die Tür. Als Josh mit seinem Kaninchen Jeremy zurück zu seinen Eltern zieht, steht eine Sache für ihn fest: Ganz eindeutig kann niemand schlechter über sein Leben entscheiden als er selbst. Und so beschließt er, ein Jahr lang jede Entscheidung dem Zufall zu überlassen und eine Münze zu werfen. Ganz egal, ob es darum geht, welches Hemd er anzieht, oder ob er der Frau seiner Träume einmal quer durch Europa folgt. Glücklicherweise kann sich Josh dabei stets auf seine Freunde verlassen, die den Zufall ab und zu ein klein wenig in die richtige Bahn lenken.

Mein Eindruck:

Ein Buch zum Reinlesen und Wohlfühlen. Hier passieren keine großen Überraschungen und dennoch bereitet es Freude den Protagonisten bei der Suche nach der großen Liebe zu begleiten. Und dass wortwörtlich, denn die hat er gefunden, aber aus den Augen verloren, sodass wir bei seinen Bemühungen, sie wiederzufinden durch verschiedene Länder begleiten. Ob das Ganze nun besonders realistisch oder nachvollziehbar ist, ist hier völlig zu vernachlässigen. Denn es geht einfach darum, in eine andere Welt zu schlüpfen und die Realität für ein paar Stunden auszublenden. Kurzweilige, romatische Wolfühl-Komödie.

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