Bücherliste Februar

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Marie-Sabine Roger – Wenn das Schicksal klopft, mach auf*

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Inhalt:

»Das Glück wird sich wenden, das heißt es wird mir endlich lachen, statt mich mit verschränkten Armen zu ignorieren.« Harmonies Leben ist alles andere als harmonisch. Die junge Frau hat Tourette, ihre vulgären Ausbrüche machen ihr das Leben schwer. Doch sie hat sich vorgenommen, sich aus der Abhängigkeit von ihrem Freund zu befreien und sich endlich einen Job zu suchen. So begegnet sie der ängstlichen älteren Dame Fleur, die außer ihrem russischen Therapeuten und ihrem übergewichtigen Hündchen jedem misstraut. Nichts spricht dafür, dass aus den beiden Freundinnen werden könnten. Doch als Fleur Harmonie versehentlich den Arm bricht, geschieht genau das. Gemeinsam entdecken sie die Welt, den Stepptanz und ein selbstbestimmtes, lustvolles Leben. Ein warmherziger, humorvoller Roman über die Macht der Freundschaft und das Geschenk gegenseitiger Toleranz.

Mein Eindruck:

Ein wundervolles Buch über das Anderssein, über Freundschaft und den Blick auf das Wesentliche. Wie oft lassen wir uns von Äußerlichkeiten ablenken? Bilden Meinungen und stecken Menschen in Schubladen, die sie bei näherem Hinschauen nicht verdient hätten? Wer unschuldig ist, werfe den ersten Stein! Wie eine Frau mit Tourette zur besten Freundin einer Dame voller Ängste und Sozialphobien wird und den Umweg über einen gebrochenen Arm nimmt, erfährt man in diesem Buch, welches echten Tiefgang bietet. Durch ihr „Anderssein“ sind die beiden Protagonisten Fleur und Harmonie mit allerlei Alltagsproblemen behaftet, jedoch helfen Sie sich gegenseitig eine neue Sichtweise auf das Leben zu bekommen und mit Mut ein ganz neues Selbstbewusstsein zu erlangen. Es ist schön im Laufe der Geschichte zu beobachten, wie die beiden sich enwtickeln und noch mehr „schrullige“ Figuren auftauchen, die im Finale des Buches etwas Wundervolles zusammen schaffen, was auch das Leben der Menschen um sie herum berührt. Einen kleinen Abzug gibt es für diese wunderbare Story lediglich für den Erzählstil, der ab und an meinen Lesefluss gestört hat und an den ich mich erst gewöhnen musste. Fleur schreibt aus ihrer Sicht eine Art Tagebuch, Harmonie erzählt die Gescichte in eigenen Worten, unterbrochen durch ihre Tourette-Laute. Jedoch herrlich schrullig und damit passend zu diesem Roman!

 

Arno Strobel – Offline*

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Inhalt:

Fünf Tage ohne Internet. Raus aus dem digitalen Stress, einfach nicht erreichbar sein. Digital Detox. So das Vorhaben einer Gruppe junger Leute, die dazu in ein ehemaliges Bergsteigerhotel auf den Watzmann in 2000 Metern Höhe reist.  Aber am zweiten Tag verschwindet einer von ihnen und wird kurz darauf schwer misshandelt gefunden. Jetzt beginnt für alle ein Horrortrip ohne Ausweg. Denn sie sind offline, und niemand wird kommen, um ihnen zu helfen…

Mein Eindruck:

Die Gesellschaft kann kaum noch ohne Handy leben. Da kommt ein betreutes Wochenende fernab der Zivilisation ohne Handys gerade recht. Digital Detox klingt nach Bewusstseinsübungen, Verschnaufen und eine erholsame Zeit, entwickelt sich aber zu einem wahren Alptraum. Die Gruppe findet sich von der Außenwelt abgeschnitten in einer verschneiten Hütte wieder, Hilfe ist vorerst nicht zu erwarten und zu allem Überfluss befindet sich unter Ihnen ein Mörder. Es macht Spaß beim Lesen mitzuermitteln, abzuwägen, wer es sein könnte. Jedoch empfinde ich den Weg zur Auflösung im Gegensatz zum Ende zu aufgebauscht und ausgearbeitet, das Ende kommt mir persönlich zu kurz und wird zu schnell abgehandelt. Ich hätte mir einen tieferen Gang in die Psyche des Täters gewünscht. Darum ein Stern Abzug.

 

Maja Lunde – Die Geschichte der Bienen*

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Inhalt:

England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte – die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock.
Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden.
China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.
Wie alles mit allem zusammenhängt: Mitreißend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?

Mein Eindruck:

Von einem gehypten Buch erwartet man ja einiges und hat dann die Angst, enttäuscht zu werden. Zum Glück war dem gar nicht so. Ich habe mir das Buch viel sachlicher und „trockener“ vorgestellt, jedoch ist es der Autorin perfekt gelungen, ein ernstes, sehr aktuelles Thema in drei Geschichten zu packen, die in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft spielen und dennoch am Ende verknüpft werden. Die Zeitsprünge waren gut nachvollziehbar und sorgten für Spannung, da man Immer neugierig war, wie es wohl in der anderen Story weitergehen würde. Für mich ein echter Page-Turner mit aktuellem Bezug.

 

Dan Brown – Inferno*

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Inhalt:

Robert Langdon, Harvard-Professor für Symbologie, erwacht mit einer Schusswunde in einem Krankenhaus in Florenz und kann sich nicht an die letzten zwei Tage erinnern. Doch viel Zeit zur Erholung bleibt ihm nicht, denn nach einem Anschlag muss er mit der jungen Ärztin Sienna Brooks in deren Wohnung flüchten. Dort stellt sich heraus, dass Langdon dabei war, die versteckte Botschaft in einem jahrhundertealten Gemälde zu Dantes „Inferno“ zu entschlüsseln. Die Spur führt sie in den Palazzio Vecchio, wo sie sich von Dantes Totenmaske konkretere Hinweise erhoffen, doch diese ist gestohlen worden. Nun beginnt eine Jagd durch halb Europa, bei der Langdon die Maske wiederfinden und einen perfiden Plan vereiteln muss.

Mein Eindruck:

Hier fällt es mir schwer meine Meinung zu sagen, ich war mir nicht sicher, ob ich den Film schon einmal gesehen hatte. Daher kam mir einiges bekannt vor, wofür das Buch ja nichts kann. Dennoch war es für meinen Geschmack etwas langatmig. Die Thematik war klasse, die Idee dahinter und die von Dan Brown gewohnte Symbolik ohnehin, aber dennoch hätte man die Story wohl auch etwas gestraffter erzählen können.

 

Dave Eggers – Die Parade*

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Inhalt:

Mit seinem neuen Roman wirft Dave Eggers die Frage auf, ob der Westen in der Lage ist, die komplizierten Verstrickungen eines Entwicklungslands, das sich jahrelang im Bürgerkrieg befand, zu begreifen. Eine kluge, hochaktuelle Parabel und ein echter Pageturner.
Zwei Straßenbauer werden von einer internationalen Baugesellschaft in ein vom Bürgerkrieg zerrissenes Land geschickt, um den armen Süden mit dem reichen Norden zu verbinden. Der Präsident des Staates will den noch jungen, fragilen Frieden mit einer Militärparade auf der neuen Straße feiern. Einer der beiden Männer möchte so schnell und korrekt wie möglich seine Arbeit verrichten, um bald wieder nach Hause zu können; der andere ist abenteuerlustig und nimmt voller Freude und Neugier alles mit, was ihm die neue Kultur, die fremden Menschen und das exotisch riechende Essen zu bieten haben. Meter für Meter kämpfen sie sich mithilfe einer hypermodernen Asphaltiermaschine voran. Die Straße wird länger, die Konflikte zwischen den beiden werden härter und nehmen eine dramatische Wendung, als einer der Männer lebensbedrohlich erkrankt. Beide kommen auf dieser Reise an ihre Grenzen – und müssen sich fragen, inwiefern sie der Bevölkerung wirklich helfen, wenn sie ihren Auftrag erfüllen. Tut man automatisch Gutes, wenn man Gutes tun will? In »Die Parade« zeigt sich erneut Dave Eggers’ besondere Begabung, soziale und politische Fragen mit den Mitteln der Literatur zu untersuchen – eine fesselnde Lektüre, die nachdenklich stimmt.

Mein Eindruck:

Das Buch hat mich schwer beeindruckt. Hier geht es nicht nur um die Erzählebene, hier steckt so viel mehr dahinter. Wir haben zwei absolut unterschiedliche Charaktere, die jedoch in einem ehemaligen Kriegsgebiet zusammen einen Auftrag zu erledigen haben. Dabei müssen sie eigentlich Hand in Hand arbeiten, kollidieren in ihrer Unterschiedlichkeit aber dermaßen, dass dies schier unmöglich erscheint. Weder das Gebiet, noch die Menschen werden mit Namen benannt. Das macht alles kompatibler und übertragbarer, sorgt gleichzeitig aber auch für ein mulmiges Gefühl, weil alles scheinbar distanzierter erscheint. Ein Arbeiter, der gewissenhaft und sachlich nur das macht, was er aufgetragen bekommen hat und einer, der voller Neugier und Lebensfreude das unbekannte Land erkundet, dabei jedoch seine Arbeit vernachlässigt. Einer, der stoisch seine Aufgaben erledigt, einer der hinterfragt und verbessern will. Beide mit einer Mission, die jedoch am Ende auch ganz anders aufgeht, als erwartet. Sowas wie ein Meisterwerk!

 

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