Bücherliste März

Abby Fabiaschi – Für immer ist die längste Zeit

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Inhalt: 

Maddy ist tot. Vom Dach der Bibliothek gestürzt. Sie landet jedoch nicht im friedvollen Himmel, sondern blickt aus kurzer Höhe auf ihre Familie – ihre pubertierende Tochter Eve und den emotional unaufgeräumten Ehemann Brady – herab. Ohne Maddy sind sie schon in einfachen Dingen der Alltagsorganisation überfordert. Jetzt drohen sie an der Frage nach dem Warum zu zerbrechen.
Maddy muss etwas tun. Doch ihre Möglichkeiten der Einflussnahme aus dem Jenseits sind begrenzt – sie ist ja auch neu hier.

Mein Eindruck:

Das Buch hat mich regelrecht verzaubert. Es ist wirklich wundervoll. Wir lernen eine Familie kennen, deren Mutter leider bereits tot ist, dennoch die Stimme des Autors verliehen bekommt und im Wechsel mit Vater und Tochter die Geschichte erzählt. Durch diese drei Erzählperspektiven bekommt man einen tollen Einblick in die Gefühlswelt der einzelnen Personen und deren Verhältnis untereinander. Der Umgang mit dem Umständen des Todes und dem Leben danach ist so einfühlsam erzählt und wundervoll zu lesen. Zudem ist das Buch mit Zitaten gespickt, die man sich am liebsten alle rausschreiben möchte. Es ist traurig, schwierig, hoffnungsvoll und lustig zugleich. Das Ende kam überraschend und setzte dem Buch die wohlverdiente Krone auf. Wenn die ersten Kapitel vielleicht ein wenig langatmig erscheinen – unbedingt dranbleiben, das lohnt sich! Klare Leseempfehlung!

 

Ulrich Alexander Beschwatz – Der Reisende

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Inhalt: 

Der jüdische Kaufmann Otto Silbermann, ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft, wird in Folge der Novemberpogrome aus seiner Wohnung vertrieben und um sein Geschäft gebracht. Mit einer Aktentasche voll Geld, das er vor den Häschern des Naziregimes retten konnte, reist er ziellos umher. Zunächst glaubt er noch, ins Ausland fliehen zu können. Sein Versuch, illegal die Grenze zu überqueren, scheitert jedoch. Also nimmt er Zuflucht in der Reichsbahn, verbringt seine Tage in Zügen, auf Bahnsteigen, in Bahnhofsrestaurants. Er trifft auf Flüchtlinge und Nazis, auf gute wie auf schlechte Menschen. Noch nie hat man die Atmosphäre im Deutschland dieser Zeit auf so unmittelbare Weise nachempfinden können. Denn in den Gesprächen, die Silbermann führt und mithört, spiegelt sich eindrücklich die schreckenerregende Lebenswirklichkeit jener Tage.

Mein Eindruck:

Über das Thema Hitler, Judenverfolgung, NS-Regime usw. gibt es ja wahrlich genug Film- und Lesematerial, warum sollte ich also „Der Reisende“ lesen? Nun, dieses Buch beleuchtet die Ereignisse nochmal auf eine ganz andere Weise. Wir begleiten den Juden Silbermann, vom ersten Übergriff der Nazis auf seine Wohnung bishin zu völliger Orientierungslosigkeit. Immer teilhabend an seinen Gedanken und Gefühlen, die von Ungläubigkeit, zu Wut und auch Resignation wechseln. Dabei lernt man seinen Charakter kennen und sieht, wie er sich verändert. So ganz rüber kam die Ernsthaftigkeit des Themas für mich jedoch nicht. Es war gut zu lesen, mir aber irgendwie ein Stück weit „zu einfach“.

 

Kim Wright – Das Glück kurz hinter Graceland

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Inhalt:

Cory Ainsworth schlägt sich nach dem Tod ihrer Mutter als Blues-Sängerin durch. Bis sie im alten Schuppen ihres Elternhauses ein Erinnerungsstück der Rock ’n‘ Roll-Geschichte entdeckt: den Blackhawk, das legendäre Auto von Elvis Presley. Für Cory ist das der langgesuchte Beweis: Elvis muss ihr biologischer Vater sein! Vor 37 Jahren war ihre Mutter Honey Backgroundsängerin beim King persönlich. Alles, was sie weiß, ist, dass Honey nach einem Jahr reumütig nach Hause zurückkehrte, um ihre Jugendliebe zu heiraten. Kurzerhand startet Cory das Auto und fährt dieselbe Route ab, die Honey damals genommen hat. Dabei erfährt sie nicht nur viel über ihre Mutter, sondern auch über Elvis, die 70er und ihren eigenen Platz in dieser Geschichte.

Mein Eindruck:

Als ich sah, dass sich dieser Roman rund um Elvis abspielt, musste ich ihn lesen. Das Cover hat direkt meine Aufmerksamkeit auf mich gezogen. Die Geschichte mit ihren zwei Hauptpersonen, Mutter und Tochter, ist herrlich! Man erlebt die zwei nie in der gleichen Zeit, die Mutter wird als Backroundsängerin von Elvis in Rückblenden begleitet, die Tochter auf der Suche nach ihrem richtigen Vater in der Gegenwart. Auch wenn die ganze Story Fiktion ist, so macht es doch Spaß sich vorzustellen, es könnte so gewesen sein. Mich hat der Selbstfindungstrip, sowie das neue Kennenlernen alter Personen sehr amüsiert. Ein tolles Buch rund um Graceland und das Lebensgefühl Musik als Lebensinhalt. Ich hoffe auf eine Fortsetzung!

 

A.J. Finn – The woman in the window

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Inhalt:

Anna Fox lebt allein. Ihr schönes großes Haus in New York wirkt leer. Trotzdem verlässt sie nach einem traumatischen Erlebnis ihre vier Wände nicht mehr. Anna verbringt ihre Tage damit, mit Fremden online zu chatten, zu viel zu trinken – und ihre Nachbarn durchs Fenster zu beobachten. Bis eines Tages die Russels ins Haus gegenüber einziehen – Vater, Mutter und Sohn. Bei dem Anblick vermisst Anna mehr denn je ihr früheres Leben, vor allem, als die neue Nachbarin sie besucht. Kurze Zeit später wird sie Zeugin eines brutalen Überfalls. Sie will helfen. Doch sie traut sich nach wie vor nicht, das Haus zu verlassen. Die Panik holt sie ein. Ihr wird schwarz vor Augen. Als sie aus ihrer Ohnmacht erwacht, will ihr niemand glauben. Angeblich ist nichts passiert …

Mein Eindruck:

Das Thema des Buches hat mich vom Klappentext her sehr interessiert. Es versprach Spannung und eine andere Art des Thrills. Beim Lesen war ich begeistert von der Länge der Kapitel, die Kürze macht es wirklich komfortabel zu lesen, das Buch nimmt man auch mal für eine kurze Zeit zur Hand. Dennoch war mir die Geschichte zwischendurch zu langatmig, ich wartete darauf, dass endlich etwas passiert. Gerade als ich das ausgesprochen hatte, schaltete das Buch in den nächsten Gang und ich war wirklich überrascht von den Aha-Effekten und der Spannung, die plötzlich da war. So konnte ich es bis zum Ende auch nicht mehr aus der Hand legen.

 

 

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