Mein Fallschirmsprung

Vor 4 Jahren schenkten mir meine Kollegen einen Gutschein für einen Fallschirmsprung zum 30sten Geburtstag. Es war allgemein bekannt, dass ich das unbedingt einmal erleben wollte. Nachdem mir diverse Wehwehchen dazwischen kamen und ich nie das restliche, fehlende Geld in die Hand nehmen wollte, sollte mir das Ablaufdatum des Gutscheins beinahe einen Strich durch die Rechnung machen. Doch aus Kulanz von Jochen Schweizer durfte ich ihn noch einlösen und dachte „Jetzt gilt´s!“, also machte ich mir direkt einen Termin. Nun musste nur noch das Wetter passen.

Der Termin war am 16. September und liegt nun auch bereits wieder eine gute Woche zurück. Und was habe ich für ein Glück gehabt, nicht nur mit dem Wetter, welches schöner nicht hätte sein können (im Gegensatz zu gestern, Chapeau Herbst, was für ein Start…).

Irgendwie dachte ich ja, ich sei vorab aufgeregter. Meine Mama und mein Bruder begleiteten mich zu dem Sprung, wir fuhren mit einem Zeitpuffer von einer halben Stunde los. Das sollte sich als unzureichend rausstellen, denn zu unserem Pech war in Kassel ein Marathonlauf, der genau unsere Route mehrfach durchquerte und uns so zu vielen Umwegen zwang. Meine Nervosität stieg langsam ins Unermessliche, was sich erst legte, als ich Salden anrief und meine Situation erklärte. Bereits der erste Kontakt mit der Aero Fallschirmsport GmbH war unglaublich positiv und beruhigte mich ungemein. Nachdem ich dann mit 10 Minuten Verspätung dort ankam, merkte ich direkt, wie nett und hilfsbereit die ganzen Mitarbeiter waren und wie schön das Ambiente dort war. Alle waren so toll, lustig und zuvorkommend, ich habe mich wirklich von der ersten Minute an „sauwohl“ gefühlt!

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Ich musste gar nicht lange warten, bis es direkt zur Einführung los ging. Anzug, Fliegermütze, Brille an und auf zu den Trockenübungen, die mich irgendwie an Pilates erinnerten. Dann gab es noch eine kurze Verschnaufpause, bis wir zum Flugzeug gefahren wurden. Ich wartete immer noch auf meine Aufregung, war aber wunderlicherweise immer noch ruhig. Wir hatten nicht nur Glück mit dem Wetter, sondern durften auch noch parallel zu Formationsspringern springen, was dazu führte, dass wir mit zwei Maschinen starteten und in der Luft beobachten konnten, wie die Menschen aus der anderen Maschine sprangen, das käme wohl nicht oft vor. Da die Formationsspringer zuerst „abgeworfen“ wurden, drehten wir noch eine Extra-Runde über Kassel und da ich direkt am „Ausgang“ saß, konnte ich die tolle Aussicht voll und ganz genießen. Außer einem ausdauernden fetten Grinsen auf meinen Lippen war jedoch immer noch keine große Aufregung zu spüren. Ich freute mich einfach wie wahnsinnig, dass es nun endlich so weit sein sollte.

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Als wird die Flughöhe von 4 km erreicht hatten, wurde es ernst. Ruckzuck war ich aus dem Flieger geschoben und dann ging der freie Fall über circa 40 Sekunden bei etwa 200 km/h los. Es war einfach grandios – ich musste mich jedoch immer wieder daran erinnern, dass dies nun die Realität war, kein Video, keine Simulation, nein, ich flog gerade echt einfach so aus einem Flugzeug gen Erde. Es war toll! Die Aussicht wundervoll und nachdem der Tandem-Master den Fallschirm 1,5 km vor der Erde zog, wurde es nochmal richtig lustig. Ich durfte selbst ein wenig steuern und da er merkte, wie viel Spaß ich hatte, flogen wir mit einer Schraube nach der andern auf den Zielplatz zu. Meine Mama behauptet, wir hätten uns überschlagen, das bezweifle ich – jedoch war ihr klar, dass ich an dem Schirm hängen muss, mit dieser Action ist wohl sonst niemand gelandet. Hihi.

Auch auf dem Boden der Tatsachen zurückgekehrt, hatte ich weder Pudding in den Beinen, noch war ich wie berauscht. Ich fand es einfach wunderschön, weder mehr noch weniger. Jedoch wollte ich doch endlich mal den absoluten Kick fühlen! Was soll denn nun als nächstes kommen?! Habt ihr Ideen für mich?

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